C’est la Francois – Paris

Endlich haben wir, beide 23 Jahre, es geschafft wieder einen Mädelstrip zu machen. Es wurde aber auch wieder Zeit – der letzte Mädelstrip war 2015 nach London. Mensch, ist das lange her…

Wie Du siehst, ein Mädelstrip war also wieder dringend nötig! Schnell waren wir uns einig, dass wir doch mal ins Disneyland wollen und was bietet sich dann direkt in Kombination an? Ein Städtetrip nach Paris! Unser Ziel war also schon festgelegt. Da kam es uns doch sehr gelegen, dass meine Eltern vor kurzem ein Wohnmobil gekauft haben. So haben wir uns dazu entschieden, einen Mädelstrip mit einem 7 Meter Wohnmobil zu wagen. Das wird ein Spaß! Das wir die, bis jetzt, heißeste Woche auf dieser Reise erleben – damit haben wir im Voraus natürlich nicht gerechnet. Und was uns sonst noch alles auf dieser kurzen Reise passiert ist, erzähle ich Dir in diesem Gastbeitrag. 

An dieser Stelle schon ein riesen Dank an Michi & Viktor, dass ich unsere Erfahrungen mit Dir teilen darf. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere Tipp für Deine nächste Reise mit dabei!

Die Anreise

Los ging es für uns früh morgens,  da wir eine Anreise von ca. 8 Stunden eingeplant haben und wir passend zum „Check-in“ am Campingplatz ankommen wollten. So hatten wir am ersten Tag noch etwas Zeit, den See zu erkunden. Unsere Eindrücke vom Campingplatz und wie uns dieser gefallen hat,- dazu später mehr. Erstmal zurück zur Anreise…

Nach ca. 1,5 Stunden sind wir an der wohl „beliebtesten“ Brücke in NRW angekommen – die Leverkusener Brücke. Mir war bewusst, dass dort keine LKW‘s über 3,5t drüber dürfen. Das aber auch Fahrzeuge mit einer Breite mit mehr als 2,8 Meter dort nicht drüber dürfen, war mir nicht bekannt. So haben wir schnell im Fahrzeugschein nachgeschaut, wie breit unser Wohnmobil ist und siehe da: 2,8 Meter ohne Spiegel! Lange Rede kurzer Sinn: Wir durften nicht über diese Brücke – also musste eine alternative Route her. Dies hatte dann auch nach mehreren, verzweifelten Neustarts des Navis auch funktioniert. 

In Frankreich angekommen hatten wir noch den ein oder anderen „Zwischenfall“. In den Baustellen führte häufiger die rechte Spur, ohne große Ankündigung, auf die Ausfahrt. Kurze Zeit später haben wir uns mit dem Wohnmobil in irgendeinem kleinen Dorf wiedergefunden und keine Auffahrt war zu sehen… Wir waren allerdings nicht die einzigen. Mehrere LKW’s sind ebenfalls durch die anliegenden Dörfer getourt, um wieder auf die Autobahn zu kommen.

Nach knapp 8,5 Std sind wir dann aber doch heile am Campingplatz (CAMPING INTERNATIONAL DE JABLINES ***) angekommen.

Der Campingplatz

Am Campingplatz angekommen wurden wir sehr freundlich an der Rezeption begrüßt. Uns wurde alles über die Anlage erklärt. Diese ist nämlich nicht nur ein reiner Campingplatz, sondern hat noch einen riesigen See, eine Reitanlage und sogar einen Mini-Vergnügungspark. Am See konnte man sich nicht nur abkühlen, man hatte auch die Möglichkeit Kajak, Tretboot, Wasserski und noch vieles mehr zu fahren. Der See war an den heißen Tagen natürlich gut besucht, aber dennoch nicht zu überlaufen. 

Der Campingplatz an sich war ausreichend ausgestattet. Wir hatten sowohl Strom als auch einen direkten Wasseranschluss an unserem Stellplatz. In unmittelbarer Nähe waren auch die Sanitäranlagen, sodass man nicht unbedingt auf ein Wohnmobil mit Toilette und Dusche angewiesen ist – viele waren auch nur mit einem Zelt da. 

Neben der Rezeption liegt auch direkt ein kleiner Supermarkt, sollte man noch irgendetwas brauchen.

Der nächste Fauxpas hat natürlich nicht lange auf sich warten lassen. Wie sollte es, bei zwei Mädels und einem Wohnmobil, auch anders kommen – wir haben uns am ersten Tag direkt ausgesperrt. Bei der Hitze waren natürlich auch alle Fenster zu, damit die Klimaanlage das Wohnmobil abkühlt. Typisch! 

So konnten wir aber direkt miterleben, wie unglaublich hilfsbereit die Camper untereinander sind. Ein netter Camper  hat unsere Verzweiflung offensichtlich sofort erkannt und hat über das Wohnmobildach ein kleines Fenster öffnen können, durch welches er dann seine Tochter runtergelassen hat und sie so die Tür von innen aufmachen konnte. WAS EIN GLÜCK! 

Disneyland

Kurze Info vorab: Für Disney ist man einfach NIE zu alt.

Vom Campingplatz aus fuhr eine Buslinie direkt zum Bahnhof Chessy, wo auch direkt das Disneyland liegt. Eine Fahrt kostet 2 €. Solltest Du aber auch nach Paris fahren wollen, haben wir eine Fahrkarte gefunden, welche unglaublich praktisch ist. Mehr dazu hab ich Dir unter dem Punkt „Fazit“ geschrieben.

Wir waren jetzt Ende Juni dort und haben, wie bereits die erwähnt, die aktuell heißeste Woche des Jahres erwischt – also standen wir bei 40 Grad in den Schlangen für die Fahrgeschäfte an. Beide Parks waren relativ voll und wir mussten bei den beliebten Attraktionen bis zu 120 Minuten anstehen. Allerdings bin ich der Meinung, dass das einfach dazugehört. Ich finde, die Eintrittspreise sind schon so extrem hoch, dass man dann nicht nochmal Geld für den FastPass ausgeben sollte. 

Wenn man noch nie da gewesen ist oder es einfach schon sehr lange her ist, ist es echt beindruckend.

Packe Dir unbedingt etwas zu essen ein. Es ist dort unglaublich teuer und lange anstehen muss man dafür auch. Wir hatten uns bereits in Deutschland so das „typische“ Freizeitpark-Essen einpackt: Milchbrötchen, Schokobrötchen, Obst, Minisalami und –frikadellen. Großen Hunger hatten wir aber generell nicht, wobei dies wohl auch an der Hitze lag. Nimm Dir unbedingt Wasserflaschen mit, dort kann man an relativ vielen Stellen seine Flaschen wieder auffüllen. Aber ich warne euch, es schmeckt unglaublich nach Chlor. Aber bei den Temperaturen war uns das relativ egal.  

Für uns war von Anfang an klar, eine Kleinigkeit müssen wir uns dort als Andenken aber doch kaufen. Was ist typischer als die obligatorischen Mini-Maus-Öhrchen? Dazu kommt hinzu, dass wir zwei passend dazu einen Insider-Witz haben und die „Mäuschen-Ohren“ auch noch zu uns passen. Im Disneyland kosten die klassischen Ohren mittlerweile 20 €.

Was darf bei einem Disneyland Besuch natürlich nicht fehlen? Die Parade!

Bereits eine Stunde vorher haben sich die Leute die besten Plätze – vorzugsweise im Schatten – blockiert. Bei 40 Grad auch nachvollziehbar. 

Für kleine Kinder ist die Parade unglaublich toll, man sieht viele alte und neue Disneyfiguren. Dennoch fand ich die Parade etwas enttäuschend, ich hatte sie wesentlich größer und länger in Erinnerung gehabt. 

Mit unseren Öhrchen auf dem Kopf sind beide Tage Disneyland & Walt Disney Studio dann aber auch unglaublich schnell verflogen. Mit der Disneyland-App konnte man auch immer schauen, wie lange man wo anstehen muss und konnte so auch super planen.

Kleiner Tipp von uns: Möchtest Du abends das Feuerwerk sehen, dann kommt später in den Park. Im Sommer fängt das Feuerwerk um 23 Uhr an und solltet ihr bereits zur Öffnung des Parks da sein, dauert es doch verdammt lange, bis das Feuerwerk startet. Meistens ist man bis dahin auch völlig kaputt… Die Idee kam uns leider zu spät, weshalb wir das Feuerwerk leider nicht sehen konnten.

Unsere Eintrittskarten waren für zwei Tage und für beide Parks gültig. Diese haben wir übrigens über Attraction Tickets Directgekauft. Wichtig zu wissen, die „Karten“ die man bekommt sind nur Vouchers, welche man an der Kasse oder an einem Automaten noch in richtige Eintrittskarten ändern kann.

Paris – 1. Tag

Unsere letzten zwei Tage haben wir uns dann für Paris aufgehoben. Wie bereits erwähnt konnten wir mit unseren Fahrkarten ganz entspannt nach Paris fahren. Die Fahrt dauert ca. 50 Minuten – je nachdem wo man in Paris hinmöchte. Vom Chessy Bahnhof fährt die Linie RER  A direkt nach Paris. Hier kann ich die App „Next Stop Paris“ sehr empfehlen. Diese zeigt einem das U-Bahn Netz, aber auch sämtliche Sehenswürdigkeiten in Paris an. 

Bei dem heißen Wetter wollten wir erstmal in eine kühlere Umgebung. Also sind wir kurz durch die „Galeries Lafayette“ geschlendert. Dort kann man auch bis ganz hoch aufs Dach und hat eine super Aussicht auf Paris, welche auch noch kostenlos ist. Von dort hat es uns aber schnell weiter verschlagen, da offensichtlich viele die Idee mit der Abkühlung hatten.

Anschließend musste unbedingt ein Eis her. Vor der Abreise hatte ich mich bereits informiert und überall war vom „Berthillon“-Eis die Rede. Wir hatten schon die Befürchtung, dass wir nun Stunden anstehen müssen. Wir hatten Glück, es waren vielleicht 4 Leute vor uns in der Schlange. Die Eissorten reichen von Vanille, über Passionsfrucht und weißer Schokolade bis hin zu Armagnac mit Pflaume. Dort sollte also für jeden etwas dabei sein. Allerdings liegt der Preis für 2 Kugeln bei 5,50 €. Was für uns erstmal viel klingt, in Paris aber völlig normal.

Aufgrund des schönen Wetters haben wir uns dann entschieden, zum Notre-Dame zu laufen. Wegen des Feuers im April diesen Jahres war der Notre-Dame gut abgesperrt, denn überall standen Bauzäune. Trotzdem ist die Kathedrale sehr beeindruckend und auf jeden Fall einen Besuch wert – auch wenn man diese nur mit mehr Abstand als üblich bestaunen kann.

Für uns ging es dann weiter zum Louvre – auch ein Muss, wenn man nach Paris fährt. Zumindest sollte man es sich von außen anschauen, denn auch das Drumherum ist einfach beeindruckend. Das Museum befindet sich nämlich in der ehemaligen Residenz der französischen Könige. Auch der daneben liegende Park (Jardin des Tuileries) ist ein Besuch wert.  Dieser Park ist im französischen Stil gehalten und sehr gepflegt. 

Für abends hatten wir uns vorgenommen in eins der bekannten „Restaurants L’Entrecôte“ zu gehen. Bereits vor Ladenöffnung stehen die Leute Schlange. Wir haben es noch mit dem ersten Schwung in den Laden geschafft. Nach uns die Leute mussten dann vor der Tür warten. In diesem Restaurant gibt es nur ein Gericht: Entrecôte

Vorweg gibt es einen kleinen Salat mit Walnüssen und dann kommt schon der Hauptgang, Entrecôte mit Pommes. Man hatte uns gesagt, dass das Restaurant ein All-you-can-eat Restaurant ist, weshalb wir dann sehr enttäuscht waren, als nach der zweiten Runde die Teller abgeräumt wurden.

Ehrliches Fazit von meiner Seite: Das Fleisch und die Pommes sind gut, aber nicht außergewöhnlich.  Für Paris fand ich die Preise in Ordnung. Wir waren uns aber auch einig, dass wir nicht nochmal dort hingehen würden.

Im Anschluss war dann noch ein kurzer Abstecher über die Champs-Élysées auf unserem Programm mit kurzem Stopp beim  Arc de Triomphe. Ein kleiner Tipp: Dort kann man hochlaufen und Abends wunderbar den leuchtenden Eifelturm bestaunen.

Dann ging es aber auch schon wieder zurück zum Campingplatz und wir sind hundemüde ins Bett gefallen!

Paris – 2. Tag

Der zweite und somit letzte Tag haben wir entspannt angegangen, da wir gar nicht mehr allzu viel auf unserer Liste hatten. Also hieß es für uns: Ab zum Eiffelturm. Wir hatten uns vorgenommen nicht den Fahrstuhl zu nehmen – Ein ziemlich optimistisches Vorhaben, bedenkt man das die Temperatur an diesem Tag um die 40°C betrug – Bis zur zweiten Ebenen kann man laufen und es kostet auch nicht so viel wie mit dem Aufzug. Ticketpreis gibt es auf der offiziellen Homepage. Wieso laufen wir den Eifelturm hoch? Trotz Höhenangst finde ich die Aussicht beim „Aufstieg“ zu Fuß wesentlich schöner, anstelle in einem engen Aufzug dort hochzufahren. Um aber erstmal unter den Eifelturm zukommen, muss man durch eine Sicherheitskontrolle, welche leider etwas den Charme des Ganzen zerstört. Aber in der heutigen Zeit geht es ja leider schon fast nicht mehr ohne solche Kontrollen. 

Als wir dann unsere Tickets hatten, sind wir losmarschiert. Bis zur 2. Ebene hat es ca. 10 Minuten gebraucht – natürlich mussten wir unten auch etwas anstehen. Hätten wir uns für den Aufzug entschieden, wäre die Wartezeit wesentlich länger ausgefallen. Nachdem man oben angekommen ist, sind die vielen Treppenstufen auch schon wieder vergessen. Die Aussicht ist atemberaubend und man kann unglaublich weit in die Ferne schauen. 

Im Nachhinein muss man natürlich auch wieder runter. Die meisten, die mit dem Fahrstuhl hochgefahren sind, laufen sogar die Treppen wieder runter. Ich finde das Treppensteigen ist ein Erlebnis für sich – besonders mit Höhenangst. Aber ich hab es geschafft und es hat sich gelohnt!

Für alle Fotografen ist die Rue de l´ Université ein super Tipp. Dort kann man super Fotos vom und mit dem Eifelturm schießen – eine frühe Anreise lohnt sich. Sonst ist es doch sehr überfüllt.

Paris hat aber auch seine Schattenseiten… und hier möchte ich Dich gerne vorab warnen! In Paris gibt es unglaublich viele Hütchenspieler. Wenn man sich das ganze aus der Ferne etwas genauer anschaut, hat man diese schnell durchschaut. Mindestens 6 Leute, erstmal völlig unscheinbar,  gehören nämlich zu dieser Abzocke. Sobald ein außenstehender Interesse bekundet werden die Einsätze drastisch angehoben und plötzlich kann man nicht mehr gewinnen. Also bitte pass auf, dass Du nicht abgezockt wirst – am besten machst Du da gar nicht erst mit!

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz sind wir dann noch an unserem letzten Spot angekommen: Basilica minor Sacré-Cœur de Montmartre

Diese Kirche ist im neobyzantinischen Stil gebaut und auch eine der Sehenswürdigkeiten, welche  man in Paris gesehen haben muss. Um wirklich nah an die Kirche ranzukommen, muss man erstmal die viele Treppen besteigen. Aber auch hier wird man am Ende belohnt und der Ausblick ist wieder unglaublich. 

Da dies unser letzter Tag war, sind wir dann auch wieder zurück zum Campingplatz und haben den Tag mit dem ein oder anderen Getränk ausklinken lassen. 

Abreise

Bei der Heimreise stand diesmal das Glück auf unserer Seite. Wir hatten ja schließlich schon alle Fauxpas am Anreisetag, sodass die Rückreise sehr entspannt war und wir ohne große Vorkommnisse heile zu Hause angekommen sind. 

Fazit

Zum Schluss möchte ich Dir noch kurz mein ehrliches Fazit geben und hier hab ich auch noch zwei Tipps für dich. 

Für uns war dieser Mädelstrip ein super Ausbruch aus dem Alltag. Wir konnten im Disneyland nochmal unser inneres Kind rauslassen und in Paris so richtig Touri sein. Für uns war es rundherum eine gelungene Reise!

Übrigens gibt es in Paris überall Trinkwasserbrunnen verteilt, an denen man sich Trinkwasser abfüllen kann. Ich habe Dir hier mal einen Link hinterlegt. Dort werden alle 1.200 Trinkwasserbrunnen angezeigt. Aktuell gibt es auch 8 Brunnen, an denen man sogar kostenlos Sprudelwasser bekommt.  

Jetzt wollte ich noch kurz auf das Thema Fahrkarten zurückkommen. Dies ist allerdings nur interessant, wenn Du zwischen Montag und Mittwoch in Paris ankommt. Das Wochenticket für die öffentlichen Verkehrsmittel: der Pass Navigo Découverte

Dieser Pass gilt für eine Woche (Montag bis Sonntag) und kostet 27,80 €. Du kannst damit unbegrenzt die öffentlichen Verkehrsmittel in allen Zonen nutzen. Häufig werden Wochentickets für knapp 75 € verkauft. Deshalb informiere Dich diesbezüglich gerne auf Seite von „Paris mal anders!“. Hier ist alles sehr ausführlich erklärt. 

Hast Du Fragen zu unserer kleinen Reise oder möchtest noch genauere Infos über das ein oder andere haben, dann kannst Du mich gerne über Instagram @naadinex kontaktieren! 

Und auch hier nochmal vielen Dank an Michi & Viktor. Es ist wirklich eine tolle Idee, dass andere an dem Blog mitwirken können! Freue mich schon die nächsten Gastbeiträge zu lesen!

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